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Vom Weihnachtsmarkt zum neuen Job

Zwei Frauen stehen gut gelaunt in einer Holzhütte
Regionalberaterinnen Cindy Schellhas (links) und Julia Schuster (rechts) an ihrem Stand beim Weihnachtsmarkt Düppler Mühle. (Foto: Fachkraft im Fokus)

Wenn wir an Weihnachtsmärkte denken, haben wir den Duft gebrannter Mandeln in der Nase, „Leise rieselt der Schnee“ klingt in unseren Ohren und wir freuen uns auf Kunsthandwerk und Lichterglanz. Es ist ein Ort der Entspannung und des Genusses. Der Weihnachtsmarkt „Düppler Mühle“ hatte im letzten Jahr ein besonderes Highlight zu bieten. Unsere Regionalberater*innen Cindy Schellhas und Julia Schuster standen zwischen Bratwurst und Glühweinstand, um die Besucher*innen über die Landesinitiative Fachkraft im Fokus zu informieren. „Mit so etwas habe ich auf einem Weihnachtsmarkt überhaupt nicht gerechnet.“, erinnert sich Cornelia Paproth. Die gelernte Bürokauffrau hatte in den letzten Jahren beruflich viele negative Erfahrungen gesammelt. „Ich gebe aber nicht auf, sondern versuche immer alle Chancen zu nutzen. Daher habe ich mir den Stand angesehen“. Nach einem ersten Austausch vor Ort vereinbart Regionalberaterin Cindy Schellhas im Dezember 2018 einen Gesprächstermin mit Cornelia Paproth.

Nachdem sie aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr als Reinigungskraft arbeiten konnte, absolvierte Cornelia Paproth 1999 eine Weiterbildung zur Bürokauffrau. Seit Beendigung der Weiterbildung bekam sie jedoch nie eine richtige Chance, im neu erlernten Beruf zu arbeiten. „Ich hatte in der Vergangenheit meistens das Gefühl, dass man gar nicht richtig auf mich eingeht. Was kann ich? Wo liegen meine Stärken? Welcher Beruf passt zu mir? Mit dem Ergebnis, dass ich nicht zum Job gepasst habe und der Job nicht zu mir. Das hat mich in den letzten Jahren vorsichtig und misstrauisch werden lassen“, erzählt Cornelia Paproth. Zusätzlich kratzten diese Erfahrungen am Selbstbewusstsein. „Das ESF-Logo bei Fachkraft im Fokus war für mich daher ein positives Signal, dass hier Menschen arbeiten, die wissen, was zu tun ist“.  

Im Gespräch wird genauer hinterfragt, wo die Stärken von Cornelia Paproth liegen. Gemeinsam mit Cindy Schellhas werden die Bewerbungsunterlagen überarbeitet und aktualisiert. „In der Vergangenheit fehlte jemand, der mich unterstützt, mich bestärkt und an mich glaubt. Bei Frau Schellhas bekam ich die notwendige Unterstützung“. Und manchmal muss man im Leben auch einfach mal Glück haben. Bei Regionalberaterin Julia Schuster stellt sich Gitta Reimann von AGS EDV-Zubehör e. K. vor. Sie sucht Mitarbeiter*innen im Vertrieb und Versand und möchte gern Menschen eine Chance geben, die vielleicht bisher keinen geradlinigen Lebenslauf vorweisen können oder wie Cornelia Paproth gesundheitlich eingeschränkt arbeitsfähig sind. „Vor dem Gespräch mit Frau Reimann war Frau Paproth verunsichert. Sie benötigt eine wechselnde Tätigkeit. Des Weiteren besitzt sie keinen Führerschein“, erinnert sich Regionalberaterin Cindy Schellhas. Doch die Zweifel werden schnell ausgeräumt. Das Gespräch läuft gut. Es wird ein Schnuppertag vereinbart, der auch die letzten Unsicherheiten beiseiteschiebt. Die Arbeit macht Cornelia Paproth Spaß, ist im Stehen und Sitzen ausübbar und den Arbeitsort erreicht sie problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln. „Ich freue mich sehr, dass ich durch Fachkraft im Fokus so schnell eine so tolle und engagierte Mitarbeiterin gefunden habe“, findet Gitta Reimann.  Seit dem 1. April diesen Jahres arbeitet Cornelia Paproth 20 Stunden in der Woche bei AGS EDV-Zubehör e. K. Zu Ihren Aufgaben gehört die Verwaltung des Kundenstamms sowie die Pflege der Bestandskunden. „Ich bin Frau Schellhas so dankbar für ihre Unterstützung. Ich kann endlich auch beruflich zeigen, was ich kann“, freut sich Cornelia Paproth. 

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet am PC. Eine zweite Frau steht neben ihr.
Cornelia Paproth bespricht mit ihrer Chefin die nächsten Bestellungen (Foto: Fachkraft im Fokus)